Ätherisch-frischer Südpfälzer

Heute schien zum Glück mal wieder die Sonne, also Grill raus, Doraden und Spitzpaprika d’rauf und folgendes Fläschchen aufgemacht:

2010er Riesling – [Schweigener Sonnenberg] Holzgasse – trocken – Qw, Friedrich Becker, Pfalz

Das Gewann „Holzgasse“ liegt in der Lage Schweigener Sonnenberg und zwar noch auf deutscher Seite direkt an der Grenze zu Frankreich. Wer’s nicht weiß: diese Lage erstreckt sich über die Landesgrenze hinaus ins Nachbarland, liegt auch zu gut 2/3 auf französischem Boden, wird aber aufgrund einer Sondervereinbarung weinrechtlich als deutsche Lage betrachtet.

Die Farbe ist ein sattes, dunkleres Goldgelb, fürs Näschen gibt’s Mandarinenschale und Ugli mit leichter Bitterkeit und ordentlich Frische. Geschmacklich zeigt sich die Zitrusfront etwas gelber und trotz aller Frische auch etwas ölig bzw. ätherisch, die sehr knackige und helle Säure schlägt erst mit etwas Verzögerung zu und sorgt für ordentlich Spannung gegen den Zitrusextrakt; im Hintergrund sorgen nicht wenige blaue Steine für fortgeschrittene Animation. Der Abgang ist recht lang und sehr frisch-zitrisch-ätherisch mit orangenöligem Finale.

Hyperfrischer Riesling mit recht eigener Zitrusaromatik, noch ohne jegliche Alterungsnoten, bestätigt wieder mal auf eindrucksvolle Weise, was für schöne Sachen man in kalten Jahren so machen kann. Hab‘ direkt im Anschluß noch was nachbestellt…

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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