Rosa Tiroler – Relaunch

Gestern habe ich meine lange Versuchsreihe bezüglich der Reifung rosaner Sachen fortgesetzt, dazu wurde folgende Flasche dem Keller entrissen:

2014er [Cuvée] – La Rose de Manincor – Vigneti delle Dolomiti IGT, Manincor, Südtirol

Die Farbe ist ein dunkles Apricot bis Kupfer, in der Nase anfangs recht verhaltene Granatäpfel, mit etwas Luft gibt das Holz in Form Vanille und leicht Sandelholz in dezenter Form doch deutlich Struktur, ohne Granatapfel und dann auch weiße Johannisbeeren zu überdecken. Am Gaumen steht die Frucht anfangs zwar aromatisch recht schön, aber auch etwas substanzlos da, nach gut einer halben Stunde hat sich aber auch hier das Holz sehr vorteilhaft in stützender Weise entwickelt, obendrauf gibt’s hier noch was leicht malzig-lakritziges; dazu eine schön abgestimmte Säure; die leichte, braune Salzspur findet man nur, wenn man sich deutlich d’rauf konzentriert. Der Abgang ist gut lang, dabei würzig-fruchtig mit distinguiert-effektiver Säure, im Finale ein Mix aus Lakritz, Torf und rotem Teer.

Wenn man dieser Cuvée ein bißchen Zeit gibt, dann hat man einen zwar eher filigranen, aber auch recht ausdrucksstarken und aromatisch recht differenzierten Rosé im Glas; ist jetzt sehr schön angereift und zeigt mit Luft keinerlei Schwächen; hat sich vor allem in den zweieinhalb Jahren, in denen ich ihn in Ruhe gelassen habe, sehr schön nach vorne entwickelt!

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 17. April 2017:

Nach längerer Zeit habe ich heute mal wieder was „Rosanes“ aus Südtirol aufgemacht:

2014er [Cuvée] – La Rose de Manincor – Vigneti delle Dolomiti IGT, Manincor, Südtirol

Wie schon beim letzten Jahrgang ist dieser Rosé eine Cuvée aus Lagrein, Merlot, Cabernet […Sauvignon und / oder …Franc?], Pinot Noir, Petit Verdot, Tempranillo und Syrah, wobei sich die Zusammensetzung anscheinend jedes Jahr verändert; möglicherweise sind auch nicht alle Rebsorten immer enthalten.

Die Farbe rangiert irgendwo zwischen Lachs und Zwiebel, in der Nase anfangs verhalten, aber schießlich zeigen dann doch leicht herb-süßlich Granatapfel, sehr reife Johannisbeeren, auch etwas Preiselbeere, die alle stetig an Dichte zunehmen. Am Gaumen recht frisch, die Früchte sind leicht und dicht zugleich, dabei schön differenziert, mit der Säure kommt etwas Zitrone mit, ein schönes Steinbett ist im Lieferumfang mit drin. Der Abgang ist leicht und hellrot fruchtig, dennoch vielschichtig, dabei frisch mit leicht herber Note und von deutlicher Länge.

Sowohl nach meiner Erinnerung als auch gemäß dem oben verlinkten Beitrag ist dieser Jahrgang in Farbe und Geschmack deutlich anders als der 2013er. Ich weiß nicht, was da alles anders gemacht wurde; ob der Unterschied im wesentlichen auf eine andere Rebsortenzusammensetzung zurückzuführen ist oder auch im Keller was anders gemacht wurde; mir persönlich gefällt er jedenfalls erheblich besser…

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 17 von 25

 

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