Die Geschenke des Dionysos – Relaunch

Heute war Griechenland in etwas reiferer Form an der Reihe:

2010er [Cuvée] – Τα Δωρα Του Διονυσου – Cava – Achaia IGT, Parparoussis, Peloponnes

Die Farbe ist ein dichteres Goldgelb mit Trend zum Messing, für’s Näschen gibt’s vor allem Honig: Rosmarin und Büschelblume fällt mir dazu ein; fruchtseitig gibt’s sehr reife Kaktusfeigen und Papaya. Am Gaumen ist die Frucht recht cremig und mit einer leichten Würze überzogen, der Honig spielt auch mit -hier jedoch eher in der Thymian-Liga-, dazu etwas weißer Pfeffer. Säure gibt’s nicht gerade im Überfluß, immerhin wirkt der Wein trotz aller Fülle aber nicht breit. Der Abgang ist recht lang und würzig, strengt trotz deutlicher Cremigkeit nicht an, was ich in erster Linie dem animierenden Pfeffer zuschreibe.

Die „Geschenke“ sind nun deutlich reifer geworden, sie kommen recht ausgewogen daher; die Zitrusseite ist zwar nunmehr Geschichte, eine gewisse „Sekundärfrische“ ist jedoch vorhanden, Trinkflußhemung gibt’s gar nicht. Bleibt jedoch nach wie vor hinter dem unten verlinkten 2008er zurück.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 25. Juli 2017:

…lautet übersetzt der Name dieses griechischen Weins, den ich hier schon mal als 2008er Jahrgang vorgestellt habe. Dieser Grieche war vor gut eineinhalb Jahren mein Einstieg in die Welt der „schönen“  Weine Griechenlands; bis dahin war alles, was ich weinmäßig von dort kannte, nur wenig attraktiv. Heute also der

2010er [Cuvée] – Τα Δωρα Του Διονυσου – Cava – Achaia IGT, Parparoussis, Peloponnes

der zu 75 % aus der Rebsorte Assyrtiko sowie zu 25 % aus Athiri besteht.

Im Glas ein mittleres Goldgelb mit rötlichem Stich, in der Nase einiges an dichter, aber frischer Zitrusfrucht, Saftorangen, Limetten, Kumquats, dazu etwas frischer Beton, der später von einigem Süßholz abgelöst wird. Am Gaumen mischen sich grüne und reifere Datteln, Lakritzschnecken und etwas Bakelit darunter. Später auch rote Eßbanane, das Bakelit wandelt sich in irgendwas leicht phenoliges um. Die Säure ist eher im Hintergrund am Werk, durch die Zitrusaromen wirkt der Wein aber trotz einiger Cremigkeit nicht zu schwer. Der Abgang ist auf der würzig-fruchtigen Seite mit leicht herbem Einschlag für wenigstens 3 Minuten unterwegs.

Nicht so fluffig wie der 2008er, dennoch ein schöner, eher kernig-kantiger Essensbegleiter mit einer etwas eigenwilligen Zitrus-Braunwürze-Kombination.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 17 von 25

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