GV mit Sprudel – Relaunch

Gestern war uns mal wieder nach einem schaumhaltigen Getränk:

2014er Grüner Veltliner – brut – Sekt, Steininger, Kamptal

Im Glas ein helleres Messinggelb, recht feine und nachhaltige Perlage. Riecht nach würzigem Backapfel mit einem Schuß Korkmehl, dazu ein bißchen Hefezopf. Am Gaumen dann vor allem leicht cremiger, mürber Apfel, weiters ein herb-staubiges Bitterchen; Fruchtsäure und CO2 ergänzen sich recht schön und halten den GV auf der elegant-frischen Seite. Der Abgang ist von ordentlicher Länge, ist dabei sehr geschmeidig mit herb-bitterem und hefig angehauchten Finale.

Dieser Schäumer bewegt sich irgendwo zwischen den sehr weinigen Fruchtschäumern und den deutlicher hefelastigen Blubberwässerchen nach traditioneller Machart. Er hatte allerdings m.E. einen ganz leichten Korkfehler, das oben erwähnte Korkmehl paßt jedenfalls so gar nicht zu meiner letzten, untenstehenden Beschreibung. War in dem Fall nicht schlimm, hab‘ ich wohlwollend als „Kante“ eingeordnet, aber vielleicht sollte das Gut mal seine Korkqualität überprüfen, schließlich hatte ich schon mal eine Flasche von dort mit recht üblem TCA-Befall…

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 01. April 2018:

Das Weingut Karl Steininger versektet ja so ziemlich alles, was auf deren Rebflächen so ’rumwächst, aus dem umfangreichen Sprudlerangebot gab’s heute den

2014er Grüner Veltliner – brut – Sekt, Steininger, Kamptal

Die Farbe ist ein leuchtendes Goldgelb, blubberseitig gibt’s etwas gröbere, aber in der Folge sehr beständige Perlage. In der Nase viel Kernobst von reiferen Äpfeln über frische Birnen bis hin zu Quitten, ein bißchen Gesteinsmehl schimmert durch. Am Gaumen sehr schön frisch, wobei sich die Traubensäure und das CO2 die Arbeit schön aufteilen, die Frucht wird hier mit einigem Extrakt sowie leichter, aber super eingebundener Restsüße auf einer ordentlich nassen Terrasse präsentiert; der Flaschengärer zeigt dabei nur dezent hefige Noten. Der Abgang ist von schöner Länge und hält die Frucht mit leicht herbem Anschlag auf recht hohem Niveau mit flachem Degressionsgradienten bereit.

Wirklich ein sehr schöner Sekt auf dem eher weinigen Ufer, durch die fast fehlende Hefeseite sehr fruchtig-frisch unterwegs, dennoch klar auf der ernstzunehmenden Seite einzuordnen, also keine eindimensionale Fruchtbrause.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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