42. Weinrunde in / um München

Letzten Freitag gab’s erneut eine Blindtasting-Weinrunde, diesmal mit dem Thema „Landweine und (Tafel-) Weine aus der EU“, wobei die Klammern deswegen gesetzt sind, weil es den Begriff „Tafelwein“ in den deutschen Weinregularien gar nicht mehr offiziell gibt, die unterste Qualitätsstufe heißt nun schlicht und ergreifend „Wein“. In Italien heißt’s aber auch noch „Vino da Tavola“, in Spanien „Vino de la Mesa“. Der eine Stufe höher angesiedelte „Landwein“ ist dann bei unseren Nachbarn z.B. der „IGT“ oder „IGP“. Da ich diesmal der Ausrichter war, habe ich mich bei allen Pro- und Epilog-Weinen ebenso an das Thema gehalten; ich hatte davon zum Glück genug im Keller und könnte das Motto auch noch mehrmals bedienen…

Prolog:

Zu Beginn zwei „Opener“ zum Warmwerden:

Wein A: 2017er [Cuvée] – Natür’lich – [Pét Nat] – Vin de France, Landron Chartier, Loire

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Dies ist eine Cuvée aus 50 % Folle Blanche und 50 % Gamay.

Die Farbe ist zwiebel- bis kupferig, mittlere Perlage mit guter Beständigkeit. In der Nase erst verhalten herb, dann mehr und mehr Rambutan, nicht ganz reife Aprikose, ein Hauch Mandarinenschale sowie wenig Hefe. Am Gaumen dann noch etwas herber, zur Frucht gibt’s ein Aprikosenkernbitterchen, dazu eine gut ausgeprägte, jedoch elegant bleibende Säure, auch hier wenig Hefe, leichte Adstringenz. Der durchaus lange, herb-bittere Abgang konzentriert sich auf nicht zu primäre Aprikosen mit Limetten.

Unkomplizierter, herb-bitterer Pét-Nat mit dennoch eigenem Kopf. Hat sich innerhalb gut einem Jahr auf der Fruchtseite etwas verändert, bleibt für mich aber auf dem gleichen Niveau.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

Wein B: 2017er [Orangetraube] – [Maurerer Kadolzberg] – Orange „T“ – trocken – Wein aus Österreich, Zahel, Wien

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Auf der Heimseite des Gutes habe ich zu diesem Wein auszugsweise Folgendes gefunden:

Die weiße Rebsorte „Orangetraube“ wurde um das Jahr 1840 von Johann Philipp Bronner (1792-1864) aus Wildreben bei Speyer am Rhein selektioniert. Sie findet Erwähnung im Lexikon der Rebsorten, welches 1854 von Herrn Babo, dem ersten Direktor der Klosterneuburger Weinbauschule verfaßt wurde. Der damalige Direktor an der Marburger Weinbauschule, Hermann Goethe, schrieb nach Beendigung der Reblauskatastrophe ein neues Lexikon und hier wird die Orangetraube noch als Tafeltraube (Speisetraube) mit der Bezeichnung „vielleicht auch als Keltertraube geeignet“ angeführt. Abgesehen von unserem Weingarten in Wien-Mauer wird sie in kleinen Mengen im Burgenland und um Klosterneuburg kultiviert, zählt aber laut EU-Verordnungen nicht mehr zu den Qualitätsweintrauben…

…weshalb dieser Wein eben auch nur „Wein“ ist.

Farblich ein sehr helles Strohgelb, in der Nase eher verhalten, am ehesten gelbzitrisch und leicht rauchig. Am Gaumen zeigt sich nur wenig „normale“ Frucht, dafür gibt’s beschwingte Zitronen und Limetten mit deutlicher, grüner Säure und einigen Kräutern, der Extrakt wirkt bei aller Leichtigkeit etwas kantig, es entwickelt sich eine im Ansatz süßliche Salzigkeit. Der Nachhall hallt ordentlich lang, betont dabei vor allem Zitrone und Limette mit einem leichten Bitterchen.

Dieser Wein ist einerseits zitruslastig, andererseits aber auch mit einem schönen Fruchtextrakt ausgestattet, wirkt bei aller Frische sehr ausgewogen, ist unkompliziert mit einem gewissem Anspruch.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25

Nachtrag nach 48 Stunden mit Luft: ist nun deutlich intensiver mit noch feinerer Säurebalance, etwas ausgeprägtere Kräuterigkeit, Wertung bleibt.

Drama:

Jetzt wird’s ernst:

1. Wein: 2016er Gutedel – Obere Schulen – [trocken] – Badischer Landwein, Ziereisen, Baden

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Die Farbe ist ein helleres Goldgelb, in der Nase gleich recht salzig mit einem Hauch Jod, dahinter sekundäre gelbe Frucht, mit etwas Luft noch was basaltisches. Am Gaumen setzt sich das Ganze erst mal recht gerbstoffig fort, ganz leicht adstringierend, dann eine cremig-frische, aber auch eher karge Frucht, die sowohl reduktiv als auch oxidativ daherkommt, dazu eine deutliche, nicht vorlaute Säure, entfernt auch saures Lakritz und Earl Grey-Tee, ein paar Kräuter sowie on top ein Grapefruitbitterchen. Der Abgang ist ordentlich lang und frisch, dabei sehr salzig-cremig, einerseits konzentriert, dennoch mit animierender Leichtigkeit ausgestattet.

Das ist ein richtig schöner, leicht schräger, aber auch nicht zu freakiger Wein mit nicht alltäglichen und vielschichtigen Aromen, die man sich aber dennoch nicht erkämpfen muß.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25

2. Wein: (2013er) Listán blanco – Vino de Solera – Vino de la Mesa, Victoria E. Torres Pecis, Islas Canarias

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Dieser Wein wurde nach dem Solera-Verfahren mit einem einzelnen Faß hergestellt, welches nach und nach aufgefüllt wurde, enthält die Jahrgänge 2013 bis 2017.

Farblich ein dunkles Orangerot bis Cognac im Glas, in der Nase leicht alloholisch mit Pflaumenkompott, etwas Menthol, Minze und UHU. Am Gaumen zuerst gebremst sherry- bis vermouthartig sowie ein paar angegorene Johannisbeeren, die Säure ist recht deutlich, irgendwann zeigt sich noch eine leichte Schärfe. Der Abgang ist ordentlich lang mit Johannisbeerenmaische und schöner Säurestruktur.

Dieser Solera hat schon eine recht fordernde Aromatik, dazu am Gaumen ein gewisses relatives Loch, die Aromen stehen hier etwas nebeneinander; interessant, aber kein Nachkaufkandidat.

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 18 von 25

Nachtrag nach 48 Stunden mit Luft: wieder deutlich UHU, Armagnac sowie Pflaumenkompott, am Gaumen eher leicht trotz des ordentlichen Klebers, langer Abgang mit dicht herber Klebstoff-Johannisbeermost Mischung. Klingt immer noch abenteuerlich, hat sich aber etwas gefunden; immerhin kann ich mir nun vorstellen, mal ein Gläschen zu grünen Oliven zu trinken. An meiner Wertung ändert sich aber nichts.

3. Wein: 2016er Grauburgunder – [trocken] – Landwein Oberrhein, Enderle & Moll, Baden

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Farblich ein helleres Kupfer, fürs Näschen gibt’s dicht orange Frucht wie gereifte, eher sekundäre Papaya, etwas unaufdringliches, fast neutrales Holz, wirkt warm, aber nicht brandig. Am Gaumen trotz guter Säure recht cremig, fruchtseitig wieder Papaya, leicht weißer Pfeffer, Thymian und etwas Braunwürze, der Alk schlägt etwas durch. Der Abgang ist relativ lang, zeigt Johannisbeer- und Granatapfelmost mit ein paar braunen Kräutern und fluffiger Säure.

Dieser GB hat an sich eine spannende Aromatik, wirkt aber insgesamt durch den überpräsenten Alk auf mich nicht so attraktiv.

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 17 von 25

Nachtrag nach 48 Stunden mit Luft: praktisch keine Veränderung…

4. Wein: 2004er [Cuvée] – Pecoranera – Vino da Tavola, Tenuta Grillo, Piemonte

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Dies ist eine Cuvée aus 75 % Freisa, 10 % Barbera 10 %, Dolcetto und 5 % Merlot, der 2003er Jahrgang war übrigens noch ein DOC-Wein.

Ein etwas trübes Rubinrot mit mittlerer Transparenz im Glas, geruchlich gibt’s leicht sekundär-reduktive Kirschen mit Speckstein und Kalk, etwas Papierschlamm, dazu ein bißchen odoriertes Erdgas sowie eine leichte Animalik. Am Gaumen dann einige Tannine mit etwas Adstringenz, deutliche Säure mit einiger Schärfe, leicht ankompottierte Kirschen, weiters viel Kalk und ein staubiges Bitterchen. Der Abgang ist relativ lang mit Graphit und Pulpe, gute Säure, sanfte Adstringenz.

Dieses „schwarze Schaf“ wirkt für sein Alter erstaunlich jung, auch wenn quasi keine Primäraromen vorhanden sind, aber echte Alterungsnoten fand ich gar nicht. Wirkte auf mich wie ein guter Chianti, der nicht aus dem Chianti kommt.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

5. Wein: 2018er Tinta Barocca – Estate Wine, Thonningii, Otavi

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Auch wenn Namibia eine ehemalige deutsche Kolonie ist, ist dies natürlich kein EU-Wein. Der Spender hat diese Themenabweichung aber erst kurz vor dem Rundentermin bemerkt und noch gefragt, ob er noch schnell was anderes kaufen soll. Ich hab‘ dann aber gemeint, er soll den Wein einfach als Pirat mitbringen, zum Glück…

Granatrot mit deutlicher Transparenz im Glas, in der Nase dichte, nicht ganz primäre Rotfrucht, in erster Linie rote Pflaume, dazu leicht Holz in Form von Nelke und Süßholz, Baumschwamm und warmem Waldboden. Schmeckt recht „stoffig“, die Pflaumen sind dicht aber nicht kompottiert, im Hintergrund eine gut arbeitende Säure; dazu dezentes, aber durchaus prägendes Holz mit 45er Schokolade und etwas Beifuß. Dann folgt ein recht langer Abgang mit schöner, angereifter Frucht und einer super Säurestruktur sowie animierendem Schoko-Holz.

Da weiß jemand in Namibia richtig gut, wie man tolle Weine macht. Insgesamt gibt es in diesem Land nur gut 12 ha Rebflächen, und daß „Wüstenwein“ so schmecken kann, hätte ich nicht gedacht!

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

6. Wein: 2012er [Cuvée] – Marinò – Marca Trevigiana IGT, Ca‘ di Rajo, Veneto

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Hier haben wir’s mit einer Cuvée aus Raboso, Merlot und Cabernet Sauvignon zu tun.

Die Farbe ist ein dunkleres Granatrot mit mäßiger Transparenz, in der Nase dichte, getrocknete Frucht wie Dörrpflaumen und Feigen, dazu Tabak, angemodertes Holz, Räucherspeck und Schwarzbier. Am Gaumen ist die Frucht noch etwas fortgeschrittener mit gewisser Restfrische, wieder Tabak, jedoch eher grün, dazu eine gut austarierte Säure. Der Abgang ist recht braunfruchtig, fast kompottig mit beginnender „D’rüber-Note“, aber immer noch schöner Säure.

Das ist von der Stilistik her generell nicht (mehr) meine Kragenweite, vor zwei bis drei Jahren hätte ich dennoch wahrscheinlich ein paar Pünktchen mehr gegeben, ist mir nunmehr einfach schon zu weit weg vom einstigen Zenit.

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 16 von 25

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: außer einer Intensivierung der Alterungsnoten ist nichts aufregendes passiert.

7. Wein: 2014er [Cuvée] – Vino tinto, Venta d’Aubert, Aragón

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Dieser Wein enthält 47 % Merlot, 40 % Cabernet Sauvignon und 13 % Cabernet Franc.

Ein recht dunkles Rubinrot mit wenig Transparenz zeigt sich im Glas; in der Nase intensiv dunkelfruchtig, leicht alloholisch, etwas Holz mit Zeder bzw. Bleistift. Am Gaumen deutliche Tannine mit ebensolcher Adstringenz, dazu schwarze Johannisbeere und Aronia sowie eine recht stramme Säure und ein leichtes Limettenbitterchen. Der Nachhall hallt gut lang und ist dabei säuerlich-bitter mit einigen grünen Paprikas.

Ist mir persönlich zu grün und angriffslustig, wird zwar mit Luft etwas versöhnlicher, animiert mich aber nicht zum Nachkauf.

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 17 von 25

8. Wein: 2014er Grenache – Pays d’Herault IGP, Domaine des Prés Lasses, Languedoc-Roussillon

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Ein dunkles Granatrot mit mittlerer Transparenz im Glas; riecht torfig-basaltisch, dahinter Schwarzkirschen und rote Pflaume. Am Gaumen Kirschen plus Brotkruste, ein leicht grünes Bitterchen, weiters Rauch, Basalt und eine eher scharfe Säure. Dann hallt’s recht lang mit einem schwarzen Sesam-Bitterchen und deutlicher Säure.

Dieser Grenache wirkt auf mich insgesamt trotz attraktiver Einzelaromen recht unaufgeräumt und ist mir insbesondere im Abgang deutlich zu scharf.

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 16 von 25

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: ist in der eher kurzen Zeit um Jahre gealtert und hat sich dem „Marinò“ (s.o.) erheblich angenähert.

Epilog:

Im Nachgang gab’s dann weitere Weinchen unterhalb der Qualitätsweinebenen:

Wein C: (2000er) [Cuvée] – Ampelographos – Vino da Tavola, Ansitz Dolomytos Sacker, Südtirol

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Das ist eine Cuvée bzw. ein Gemischter Satz aus (wahrscheinlich) Sauvignon blanc, Grauburgunder, Veltliner, Weißburgunder, Petit Manseng und Riesling sowie über hundert griechischen Rebsorten, wurde in speziellen, ca. 150 l großen, zigarrenförmigen Holzfässern mindestens zwei Jahre lang ausgebaut. Der Jahrgang konnte nicht zweifelsfrei festgestellt werden, vermutlich jedoch 2000.

Farblich zeigt sich ein dunkles Braunorange, für den Riechkolben gibt’s vom Fleck weg viele Quitten, etwas Orangeat, ein bißchen Großholz sowie Roiboos-Tee und Hartkäse. Am Gaumen dann Malz und Quittengelee, leicht likörig, etwas Schwarztee, fast etwas rote Schärfe, dazu eine lebendige Säure; im weiteren Verlauf zeigen sich noch Sechsämter-Kräuter ohne Alkohol sowie frische Braunwürze; wirkt dabei erheblich gereift, aber nicht alt. Dann ein sehr langer Abgang mit würzig-quittiger Frucht, geschmeidig und mit Druck, aber auch irgendwie leichtfüßig.

Auch dieser Zierock-Wein ist ein ganz eigenes Gewächs, jedenfalls habe ich noch nichts vergleichbares im Glas gehabt. Ist vielleicht nicht ganz so vielschichtig wie der letzte von uns verkostete Wein dieses Guts, aber als Quitten-Fan war ich natürlich trotzdem hin und weg…

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

Wein D: 2014er Silvaner – [Thüngersheimer Johannisberg] – Aussteiger – trocken – Landwein Main, Plackner, Franken

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Hier zeigt sich ein fortgeschrittenes Altgold im Glas, in der Nase flintig-schießpulverig, auch Bariumchlorid, dahinter dunkelgelbe, sekundäre Frucht wie Pfirsich und Aprikose sowie etwas Großholz. Geschmacklich deutlich frischer, als es das dichte Bukett vermuten läßt, hier gibt’s eine kernige Säure, die die reduktiven Pfirsiche und hochreifen Kaktusfeigen einerseits fast „schmatzig“, aber eben auch in erster Linie distinguiert / zurückhaltend wirken läßt, ein paar kantige blaue Steine bieten einen nicht zu glatten Untergrund. Der Abgang ist sehr lang, sehr frisch, mit deutlich reduktiver, leicht stahliger Frucht.

Noch so ein Silvaner der Extreme von Herrn Plackner, kam bei den verbliebenen Gästen auch ganz gut an, hat aber auch deutlich Potential zum polarisieren!

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

Wein E: 2016er [Cuvée] – Poulprix – Vin de France, Ganevat, Jura

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Bei diesem Wein sind die Sorten Trousseau, Mondeuse und Syrah im Spiel.

Ein sehr helles Kirschrot mit hoher Transparenz im Glas, in der Nase helle Kirsche, Preisel- und Johannisbeere, leicht reduktiv, dazu sonnengegerbtes Fichtenholz. Geschmacklich dann helle rote Frucht incl. Waldhimbeeren, garniert mit einem Würzebitterchen, dazu eine schön klar wirkende Säure und eine recht herbe Kiesunterlage. Der Abgang ist ziemlich lang, dabei herb-würzig und fast scharf.

Manchmal frage ich mich, warum mich bei einem Wein dessen Kantigkeit stört und warum bei einem anderen -wie diesem- nicht. Nicht unbedingt mein bester Ganevat-Wein, aber Spaß macht diese etwas widerspenstige Cuvée schon.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: in der Nase jetzt deutlich Granatapfelmost und ein paar Walderdbeeren auf der sekundären Seite, dazu etwas Pulpe. Am Gaumen ist die leicht anfermentierte Frucht recht geschmeidig, ihr begegnet jedoch langsam anschwellend ein Eisen- / Blutbitterchen. Der Abgang ist dann der bitterste Teil, jedoch nicht unangenehm, wenn man sich auch von Campari oder Sanbitter nicht abschrecken läßt bzw. etwas Frischluft einwirken läßt, diese wirkt auch deutlich mildernd. Ist nun trotz einiger neuer kerniger Aromen insgesamt fast etwas versöhnlicher als einen Tag zuvor, jedoch immer noch auf positive Art fordernd. Einen kleinen Aufschlag gibt’s dafür:

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

Fazit:

Auch wenn ein paar Sachen dabei waren, die ich mir nicht unbedingt nachkaufen würde (auch was von mir selbst), fand ich die Weine der Runde durchgehend sehr interessant und teils auch schlicht großartig. Was wieder einmal schön beweist, daß man aus der offiziellen EU-Weinklassifizierung eigentlich kaum bis keinerlei Rückschlüsse auf die Qualität in der Flasche ziehen kann. Es waren auch einige Weine dabei, die recht kontrovers wahrgenommen und bewertet wurden, also Subjektivität pur. Und das ist auch gut so! Wer seine eigenen Eindrücke hier noch zum besten geben will: nur zu!

Mein Dank gilt insbesondere meinen Gästen, die diesen Abend wieder locker und kompetent zugleich mitgestaltet haben!

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