Rosa Vulkan

Gestern zu Pesto mit Spaghetti fiel mir nichts dümmeres ein, als eine weitere Flasche des

2016er Nerello Mascalese – Rosato – Etna DOC, Pietradolce, Sicilia

aufzumachen. Der 2014er war mal eine Zeit lang für mich DER Rosé überhaupt, jedenfalls in seiner Jugend war er extrem mineralisch und hat mich sehr begeistert, fiel dann aber in ein deutliches Loch und hat sich dann wieder leidlich „derrappelt“. Der 16er war dann bei einer unserer Weinrunden auch ganz schön, aber die ganz große Begeisterung blieb aus. Mal sehen, ob dieser Jahrgang auch erst deutlich abbaut:

Im Glas ein leicht zwiebeliges Kupfer, fürs Näschen gibt’s in reduzierter Form reife Papaya und einen Hauch Mandarine mit ordentlich Gesteinsmehl. Geschmacklich ist die distinguierte Frucht eher würzig mit frischer Dattel, etwas Mandarine und dann erst Papaya, dazu leicht weißer Pfeffer und eine eher im Hintergrund wirkende, aber recht effektive Säure, die Steine sind hier deutlich kantiger, wirken wie eine Mischung aus Tuffstein und Basalt. Der Abgang ist der würzig-mineralischte Teil, auch die Säure kommt hier am deutlichsten zur Geltung.

Kommt nicht an den 14er in jung hin, hat sich aber im Gegensatz zu diesem Jahrgang mit der Zeit nach oben und nicht nach unten bewegt. Der 16er betont die Würze mehr als der 14er, der zumindest in seiner besten Zeit ein Steinwein par Excellence war. Insgesamt in seiner aktuellen Verfassung aber dennoch einer besten Rosés, die ich je im Glas hatte.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

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