Frühreifer Sonnenstuhl

Gestern gab’s mal wieder Silvaner zum pilz- / sahnelastigen Essen:

2015er Silvaner – Randersackerer Sonnenstuhl – trocken – EdelStahl – Qw, Stahl, Franken

Farblich ein leuchtendes, frisches Goldgelb, riecht gleich schön angereift nach Torf und hellem Tabak, dahinter ein dichter Mix aus reifen Pfirsichen, Birnen und Khaki. Am Gaumen ein ähnlicher Aromenmix mit einer Verschiebung zur leicht reduktiven Fruchtseite hin, etwas Schießpulver mit Kalkmehl gibt’s noch dazu, dem recht ordentlichen Extrakt steht eine deutliche Säure mit leichtem Verjus-Einschlag zur Seite und wird anfangs noch von etwas zusätzlich erfrischendem CO2 ergänzt. Der Nachhall hallt ewig lang, hier steht eine kantige, etwas kräuterige Würze ganz vorne und wird im Zusammenspiel mit der potenten Säure auf der beschwingten Seite gehalten.

Ich war erst etwas erstaunt, daß dieser Silvaner mit 4 Jahren auf dem Buckel nun schon so deutliche rebsortentypische Alterungsnoten in Form von Torf & Co. zeigt. Das mag dem warmen Jahr geschuldet sein, ggf. aber auch der generellen Stilistik der Stahl-Weine, die allesamt recht früh zugänglich sind. Das steht dem Wein aktuell äußerst gut zu Gesicht, ich bin mir allerdings nicht sicher, ob solche Sachen auch ein längeres Leben haben können. Jetzt ist das jedenfalls richtig gut!

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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