C’est bon… – Relaunch

Heute gab’s die zweite Flasche eines Weingeschenks, das mich vor gut drei Jahren erreichte:

2012er [Cuvée] – Cebon – Benaco Bresciano IGT, Feliciana, Lombardia

Im Glas ein recht dunkles, marginal angebräuntes Rubinrot, riecht gleich ziemlich dick Dunkelbeeren-konfitürig sowie etwas nach Hibiscus. Auch am Gaumen recht saftig mit fast sirupartiger Rotfrucht, gehauchte Holzwürze, moderate Säure, flutscht dennoch ganz gut. Auch der Abgang ist bei ordentlicher Länge recht dicksaftig und hat noch ein paar rosa Beeren im Gepäck.

Auch wenn die immerhin 14 Umdrehungen nunmehr sehr gut verpackt sind, ist mir dieser Wein nach wie vor zu sehr auf der Dicksaft- denn auf der Weinseite unterwegs, als daß ich d’ran denken würde, ihn nachzukaufen. Hat sich in den letzten zweieinhalb Jahren ansonsten qualitativ und stilistisch kaum bewegt.

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 17 von 25

Nachfolgend noch der Text der Verkostung vom 19. März 2017:

…ist zwar nicht italienisch, aber vielleicht paßt das Wortspiel ja zu dem

2012er [Cuvée] – Cebon – Benaco Bresciano IGT, Feliciana, Lombardia

den ich neulich geschenkt bekam. Den geschenkten Gäulen soll man ja nicht ins Maul schauen, ich mach’s aber trotzdem, in der Hoffnung nicht Schlechtes über den Wein schreiben zu müssen. Es handelt sich hier übrigens um eine Cuvée aus 40 % Marzemino, 30 % Cabernet Sauvignon, 15 % Merlot und 15 % Groppello. Das Weingut ist auf der lombardischen Seite des Gardasees angesiedelt und schreibt über den Cebon:

…zart mit würzigen Noten und Noten von roten Früchten unter Spiritus.

Machen sich also die 14 PS im Glas entsprechend bemerkbar oder ist einfach nur die Übersetzung mangelhaft? Ich würde letzteres ja vorziehen…

Im Glas zeigt sich ein recht dunkles Rubinrot mit leicht violetten Reflexen am Rand und sehr geringer Transparenz. Geruchlich sehr beerig, etwas Pflaume, tatsächlich auch etwas rumtopfig (Spiritus, siehe oben), aber dennoch recht saftig wirkend. Am Gaumen dicht Pflaume, die (dunklen bis schwarzen) Beeren hier an zweiter Stelle. Einiges an Extraktsüße macht den „Cebon“ einerseits etwas „dick“, andererseits hält eine doch gut ausgeprägte Säure den Wein erfreulich flüssig. Tannine gibt’s eher wenige, die die da sind, sind recht zahm unterwegs; mit der Säure schwingt auch ein kleines Pampelmusen-Bitterchen mit. Der Nachhall lebt in erster Linie von der dicken, süßlichen Frucht, von der man einige Minuten lang etwas hat.

Ein recht schön gemachter, dicker Fruchtwein, der aufgrund der guten Säurebalance aber nicht anstrengend wirkt, sondern schon gefährlich gut fließen kann. Dennoch ist er aromatisch für meinen Geschmack fast etwas überfrachtet; entspricht nicht so ganz meinen (derzeitigen) Rotweinvorlieben, daher für mich eher kein Nachkaufkandidat.

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 17 von 25

 

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