..nicht nur für’s Risotto! – Relaunch

Bereits vorgestern gab’s mal wieder etwas Schaum aus dem Burgund:

oJ [Pinot noir] – Les Bulles de Paul – brut – Crémant de Bourgogne AC, Chevrot, Bourgogne

Farblich ein mittleres Strohgelb mit rötlichem Schimmer, relativ feine und beständige Perlage. Das Bukett zeigt viel Backapfel im Hefeteigmantel, ein paar Granatapfelkerne schimmern durch. Geschmacklich etwas weniger hefig, hier eher roter Bergapfel und etwas Johannisbeere, die Fruchtsüße ist zwar ausgeprägt, durch die Säure(n) und den insgesamt doch recht „bruten“ Charakter sowie der Hefedämpfung wirkt diese sehr animierend und gleichzeitig elegant, unten d’runter gibt’s ein elegantes Kalkbett. Der Abgang ist recht lang und geschmeidig, die angeheften, leicht herben Äpfel sind butterweich und präzise zugleich, die Säurestruktur ist quasi perfekt.

Dieser Crémant hat von dem Jahr in meinem Keller gut profitiert und ist nun ist in erster Linie samtig-elegant, dennoch bleibt er durch seine super austarierte Säure durchgehend auf der locker-flockigen Seite, ein bißchen vielschichtiger scheint er nun auch zu sein. Ziehe ich den allermeisten Großhaus-Champagnern klar vor.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 01. September 2018:

Heute haben wir im engeren Familienkreis die ganzen aus der Bourgogne mitgebrachten leckeren Sachen probiert, für den burgundischen Trüffel haben wir als Verwendungszweck ein Risotto vereinbart. Ist zwar nicht ganz typisch burgundisch, aber egal, schließlich leben wir im Zeitalter der Globalisierung! In besagtes Risotto lief dann auch ein Teil des

oJ [Pinot noir] – Les Bulles de Paul – brut – Crémant de Bourgogne AC, Chevrot, Bourgogne

der andere Teil dieses reinsortigen Blanc de Noir aus Pinot Noir wanderte großteils in den Rachen der Köchin sowie meiner Wenigkeit.

Die Farbe ist ein mittleres Strohgelb, die Blubberblasen sind zwar etwas größer, dafür aber beständig. Für die Nase gibt’s viele reifere Äpfel sowie ein paar Abate-Birnen, die mit etwas Hefegebäck garniert sind. Am Gaumen wird die deutliche Fruchtsüße sehr gut durch die distinguierte Säure abgepuffert, einige braune Steine gibt’s auch. Der Abgang ist ebenfalls sehr kernfruchtig mit leichtem Hefeschweif, ohne dabei ins kitschige abzugleiten.

Für gerade mal 12 Euronen ab Hof bekommt man hier eine ganze Menge geboten, ist aus meiner Sicht sogar spaßiger als so mancher Industrie-Champagner, welcher gut das 3-fache kostet. Nicht unbedingt ein Ausbund an Komplexität, aber Frucht, Säure, Hefe und Mineralik sind in sehr schöner Balance und bieten ein „schmatziges“ Vergnügen ohne jede Einschränkung.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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