Rosa Grundschaum

Gestern Abend haben wir die Testreihe mit Vaux-Schäumern fortgesetzt:

2016er [Cuvée] – Rosé – brut – Sekt, Schloss Vaux, Deutschland

Auch diese Einstiegsbrause ist aus Trauben der Regionen Pfalz und Rheingau zusammengemixt; es handelt sich um Weißburgunder, Chardonnay und Spätburgunder, dégorgiert im Januar 2019.

Die Farbe ist ein dunkleres, leicht schmutziges Apricot, recht feine und beständige Perlage. Fürs Näschen gibt’s Preiselbeeren und Granatapfel bei ganz leichter Brioche-Unterstützung. Am Gaumen kommt die Frucht recht intensiv, aber nicht primär und einigermaßen herb daher, dazu ein bißchen weißer Rauch, die Säuren sind für eine Burgunder-Cuvée erstaunlich kernig-erfrischend, aber nicht kantig, weiters ein leicht blau-kühles Steinbett. Auch der Abgang ist hochfrisch, hier ein paar herb-bittere Gerbstoffe, welche die leicht reduktive Frucht schön ummanteln, auf der mineralischen Seite spielt ein bißchen Edelstahl-Rauch (wie er beim Trennen / Schleifen von Austeniten entsteht) mit.

Dafür, daß dies eine der Basisqualitäten der Sektmanufaktur ist, ist dieser Schäumer sehr wenig, eigentlich gar nicht mainstreamig und steht zu seiner recht eigenen, eher „extra brut“ wirkenden Aromatik. Quasi ein mineralisch-sekundärer Alltagsblubberer in bester Manier.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

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