stark verspätet – Teil 3

Heute gab’s dann den dritten WRINT-Griesel-Schäumer zum Essen:

2015er Chardonnay – brut nature – Sekt, Griesel, Deutschland

Farblich ein satteres Goldgelb, die Perlage ist ordentlich mit eher kleinen Bläschen sowie guter Beständigkeit. Fürs Näschen gibt’s frisch-mürbe Äpfel mit Hefeknödel, leicht gebräunte Butter, begleitet von einigem Säuredampf und einer Schwade aus gelöschtem Kalk. Am Gaumen erstmal viel Schaum, dann machen sich wieder die oben beschriebenen Äpfel breit, ganz leicht auch grüne Kochbanane, Hefe hier eher in Reinform; die Säure ist kantig-mächtig, bringt aber auch etwas Eleganz mit, darunter befindet sich leicht blau-herber Kalk. Der Abgang bewegt sich im Mehrminutenbereich, beginnt mit frisch-elegantem Kernobst nebst Brioche und endet mit einem dezent angebitterten Hefeknödelfinale incl. einiger blauer Steinchen.

Nein, ich mache hier jetzt keinen Champagner-Vergleich, auch wenn dieser Sekt die wichtigsten Kriterien dafür mitbringt. Ist aber auf seine Art ein bißchen rabaukenhaft, also eher ein Schäumer mit recht selbstbewußtem Auftritt; gefällt mir jedoch sehr gut, denn der Rabauke ist durchaus vielschichtig und vor allem hochanimierend.

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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