Süßer Beschuldigter

Im letzten Jahr habe ich aufgrund der Leidenschaft eines unserer Weinrundenmitglieder vermehrt Timorassos probieren können und in der Folge nun auch einige davon in meinen Keller einziehen lassen. Bei der ersten Begegnung mit dieser Rebsorte nach langen Jahren gab es auch einen für mich bemerkenswerten Wein von einem der wenigen Timorasso-Winzer aus einer allerdings ganz anderen Rebsorte, nämlich den

[2017er] [Moscato] mu sca tè – l’indagato – Mosto parzialmente fermentato, Claudio Mariotto, Piemonte

den ich jetzt auch nachgekauft habe und der letzten Donnerstag recht gut zum Essen paßte:

Im Glas ein relativ dunkles Messing mit einigem feinen Geperle, riecht satt nach sehr süßem Apfel- und leicht auch Quittenmost mit einem Hauch Zimt und einiger Honigdosage. Schmeckt auch ordentlich honigsüß, der leichte Bizzel hält das intensive, reifere Kernobstkonzentrat jedoch souverän auf der beschwingten Seite, ganz leichte Kalkschaumspur. Der Abgang ist enorm lang, wenn man der Mundhöhle nichts anderes zuführt, hat man locker eine Viertelstunde was davon; auch hier dominiert das honigsüße Kernobst, welchem animierende Säuren gegenüber stehen.

Ich bin wieder total begeistert davon, wie dieses eigentlich enorm süße Zeug Spaß verbreitet, wohl in erster Linie deshalb, weil die Süße nicht zuckerig, sondern eher honigartig daher kommt. Ist jedenfalls ein sehr flutschiger Geselle zwischen Wein und Saft, auch solo ist die Flasche schneller leer als es einem lieb ist. Auch die gerade mal 5 Umdrehungen fördern den Trinkfluß deutlich.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

 

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