Schwefel-Silvaner

Heute war’s mal wieder Zeit für ein Weinchen aus der Escherndorfer Bocksbeutelstraße und zwar diesmal von Rainer Sauer:

2015er Silvaner – Escherndorfer Lump – Alte Reben – trocken – Erste Lage, Rainer Sauer, Franken

Farblich ein fast etwas giftig wirkendes Cadmium- bis Schwefelgelb, in der Nase gut angeflintetes, leicht schwefeliges, grüngelbes Stein- und Kernobst, am Gaumen ist die Frucht reichlich sekundär, hier gibt klar die fast etwas vulkanisch wirkende Mineralik, welche auch noch etwas Piment und weißen Pfeffer im Gepäck hat, den Ton an; die Säure ist dabei -vor allem für einen 2015er!- hocherfrischend und dabei durchaus keck-kantig unterwegs. Auch der schön lange Abgang lebt in erster Linie von der zackigen, schwefelorientierten Mineralik, hohe Spannung zwischen Säure und dem mineralischen Extrakt (den gibt’s zwar nicht, die Assoziation ploppte aber unweigerlich auf).

Ich war schon ein bißchen erstaunt, was da für eine Mineralbombe aus der Flasche kommt. Manche Leute aus der Riesling-Fraktion werfen dem Silvaner gerne auch eine gewisse Behäbigkeit vor, die haben dann allerdings noch nicht dieses Spitzenexemplar im Glas gehabt!

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

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