…fast ein bißchen französisch

Heute gab’s schon wieder Schaum von der französischen Grenze bzw. wahrscheinlich auch ein bißchen darüber hinaus, denn auch das Weingut Jülg hat nicht wenige seiner Lagen auf französischer Seite:

2015er [Cuvée] – Blanc de noir – brut – Sekt, Jülg, Pfalz

Hier handelt es sich übrigens um eine Cuvée aus Spätburgunder und Schwarzriesling.

Farblich irgendwas zwischen Zwiebel und Apricot, deutliche, aber relativ feine und beständige Perlage. Riecht erst mal nach Säurenebel, dann eher leicht nach Granatapfel und weißer Johannisbeere, verstärkt sich jedoch deutlich mit Luft, ein Hauch Hefe. Am Gaumen ist die Frucht etwas präsenter, hier gibt’s auch pink Grapefruit incl. Bitterchen, die Säure(n) sind gut auf der frischen Seite unterwegs, Hefe und Kalk sind eher dezent vertreten, dafür gibt’s aber eine deutliche blau-herbe Steinunterlage. Der Abgang ist recht frisch und angenehm grapefruitbitter, feine Blubberei, sanfte Säure.

So nach gut einer halben Stunde wird dieses Blubberwasser langsam etwas champagneresk, verbindet Eleganz mit leichter Kantigkeit, durchaus schön zu trinken, fällt gegenüber dem rosa Zeug der Nachbarschaft zwar klar ab, kostet dafür aber auch deutlich weniger, das PLV ist daher durchaus ebenbürtig…

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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