Donnerstag, Pizza –> Schampus!

Nachdem der Youngster in unserer Kernfamilie heute äußerst erfolgreich seine (und auch unsere) erste Pizza „vom Boa weg“ selbst und selbständig (ok, mit ein bißchen Anleitung…) zubereitet hat, blieb uns natürlich nichts anderes übrig, als diesen Erfolg gebührend zu feiern, und zwar mit dem

(2014er) Pinot noir – Rosé – brut – Prémier cru – Champagne [AC], Lacourte Godbillon, Champagne

Übrigens: als die Flasche hier ankam, war ich erst mal etwas enttäuscht, denn sie sah nämlich so aus:

20200126_162412Der Inhalt ist davon natürlich nicht negativ beeinflußt, aber bei einem solchen, edleren Zeugs verhält es sich doch meist so, daß man es in einer Runde zu einem besonderen Anlaß öffnet und da spielt m.E. auch das Etikett der Flasche bei der Präsentation derselben eine nicht unerhebliche Rolle. Ich habe dann beim Händler nachgefragt, ob man mir vom Weingut aus ein Ersatzetikett zuschicken kann (hab‘ ich in einem ähnlichen Fall schon mal mit Erfolg gemacht) und tatsächlich erreichte mich gut eine Woche später ein Brief aus Frankreich mit dem ersehnten Inhalt. Es waren übrigens sogar zwei Etiketten d’rin, da könnte man glatt auf dumme Ideen kommen…

Noch ein paar technische Daten: 80 % der Grundweine stammen aus 2014, 20 % Reserveweine, 10 % der Grundweine wurden im Eichenholzfaß ausgebaut, 48 Monate Hefelager, Dosage 6 g/l, Dégorgement am 11.02.2019.

Farblich ein sattes Apricot, mittlere, recht feine Perlage mit hoher Ausdauer. In der Nase sehr klare, kühle Granatäpfel mit nicht ganz so kühlen roten Johannisbeeren, auch leicht Rambutan und Guave, dezent Brioche, leichter Kalknebel. Am Gaumen wirkt das Ganze deutlich bruter als brut, auch hier die Frucht plus grün-gelbe Agrumen kristallklar, ganz leicht gerbstoffig mit angedeuteter Adstringenz, straffe, aber nicht vorlaute Säure(n), sehr feines Schaumgefühl, der deutliche Kalk kommt hier sehr kühl vorbei. Nachhallmäßig kann man sich mehrminütig von einer knalltrockenen rosa bis hellroten Frucht plus Limette incl. Bitterchen sowie blauem Kalk und einigen hellrosa Tanninchen begeistern lassen.

Sehr geschliffener, feingliedriger und mit hoher Aromendiversität ausgestatteter Pinot noir-Schäumer, der aber trotzdem selbstbewußt ’rüberkommt; die champagnertypischen Merkmale hinsichtlich Hefelager und Kalkuntergrund sind in schöner Weise präsent und auch prägend, drängen sich aber nicht in den Vordergrund. Spielt aus meiner Sicht sehr weit oben in der Champagnerliga mit..

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25

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