Tauber-PétNat – Relaunch

Nachdem uns der Stahl-Pét Nat aus dem Taubertal (zumindest liegt Auernhofen – der Sitz des Weinguts- in dieser Dreiländerregion, deswegen verorte ich den Schäumer einfach mal dahin, auch wenn natürlich Trauben aus „Klassisch Franken“ enthalten sein können) beim Erstkontakt recht gut gefallen hat, hab‘ ich nochmal was nachgekauft:

2018er [Cuvée] – Pétillant naturel fumé – Deutscher Sekt, Stahl, Taubertal

Im Glas ein ockeriges Strohgelb mit leichter Trübung (je nachdem, wie vorsichtig man einschenkt), deutliche mittelfeine Blubberei mit hoher Nachhaltigkeit. Riecht gleich sehr frisch und trocken mit ordentlich Säuredampf, dann in zweiter Reihe frische, etwas mehlige Äpfel, auch ein paar Mirabellen, später auch gelbe Pflaume, dazu merklich Hefe. Schmeckt auch äußerst frisch nach wieder eher mürben Äpfeln (ja!) plus dem erwähnten Steinobst, die recht kernige Säure sorgt auch hier für fortgeschrittene Frische, der Heferest sowie etwas gelöschter Kalk sorgen ansatzweise für Cremigkeit. Der schön lange und frische Nachhall ist ebenfalls furztrocken und regt den Speichelfluß erheblich an.

Schöner, sehr trockener und säurebetonter Pét nat, der erst mit etwas Luft und leichtem Erstarken der Zweitreihenfrucht auch Spuren von Eleganz entwickelt, für mich sehr animierend. Hat sich in dem guten Jahr seit der letzten Verkostung etwas beruhigt, z.B. was die zuerst sehr ungestüme Blubberei angeht, wirkt jetzt deutlich distinguierter ohne dabei an Frische einzubüßen.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 25. Juni 2019:

Quasi zum Kartonauffüllen habe ich vor einiger Zeit mal beim Winzerhof Stahl diesen Schäumer mitbestellt:

2018er [Cuvée] – Pétillant naturel fumé – Deutscher Sekt, Stahl, Taubertal

Wenn die entsprechende Netzfundstelle Recht hat, ist dies eine Cuvée aus Bacchus und Scheurebe, die Winzerheimseite sagt dazu nix…

Die Farbe ist ein trübes Ocker- bis Cadmiumgelb, deutliche Heferückstände am Flaschenboden; nach (vorsichtigem) Öffnen erst mal deutlicher Flüssigkeitsverlust, im Glas dann eine mittelgroße, intensive und beständige Perlage. In der Nase frische mürbe Äpfel und etwas Hefe, ein Hauch Holunder, am Gaumen ebenfalls viele dichte, aber nicht überinterpretierte Äpfel, wieder leicht hefig, deutliche prickelnde Säure auf ebenso deutlichem Kalkbett. Der Abgang ist von schöner Länge mit hier recht herber Frucht und einem angenehmen Fruchtbitterchen im Finale.

Dieser PétNat gefällt mir vor allem hinsichtlich seiner schönen Textur bei Säure(n), Frucht und Mineralik, nicht hochkomplex hinsichtlich der Aromabestandteile, aber quasi perfekt balanciert.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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