Mosel-Orangina

Bereits letzten Samstag war wieder Sprudelzeit. Ich habe vor einigen Wochen interessehalber mal zwei Schäumer von einem Weingut mitgenommen, das eigentlich für ganz andere Sachen bekannt ist, aber ich wollte mal sehen, ob die mit Bubbles auch umgehen können:

oJ Pinot noir – Haus Klosterberg – Rosé – brut – Deutscher Sekt, Markus Molitor, Mosel

Im Glas ein recht sattes Braunorange, mäßige, aber ausdauernde Perlage. Riecht deutlich orange nach Mandarine und Orangina sowie leicht Limette. Am Gaumen setzt sich das konsequent fort, hier gibt’s zusätzlich noch Kumquat und Passionfruit-Fanta (gibt’s in Tanzania), dazu eine messerscharfe (Frucht-) Säure sowie deutlich Natron bzw. Soda und ein Limettenbitterchen, weiters ein Hauch Chinarinde. Der ordentlich lange Abgang ist ebenfalls geprägt von oranger Limo und der fast schneidenden Säure mit leicht bittersüßem Finale.

So ein Blubberwasser hatte ich noch nie im Glas; hört sich mit der ganzen orangen Limo-Aromatik recht abenteuerlich an und ist es auch, aber irgendwie macht dieses fast surreale und zum Glück quasi zuckerfreie, aber doch deutlich mit Extraktsüße ausgestattete Zeug richtig Spaß. Wer hier allerdings übliche Pinot noir-Schaumaromatik erwartet, wird womöglich bitter enttäuscht. Es würde mich interessieren, ob dieser jahrgangslose Schäumer immer so ist (die Losnummer L.1250 läßt kaum Rückschlüsse zu, an 2012 glaube ich irgendwie nicht…) oder ob es da deutliche Schwankungen über die Zeit gibt.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25

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