Perlen vor die Säue – Relaunch

Gestern anläßlich einer kleinen Feierei wieder mal „Perlen vor die Säue“, gar nicht mal von mir selbst ins Rennen geworfen! Obwohl: so schlimm war’s dann gar nicht, nur einer der Mitanstoßer meinte, daß das nun so gar nicht sein Geschmack wäre…

2016er [Cuvée] – Perlen vor die Säue – Deutscher Schaumwein, Weinreich, Rheinhessen

Farblich ein leicht trübes Hellorange, mittlere Blubberblasen mit schöner Beständigkeit. Riecht nach mürben mostigen Äpfeln sowie einem Hauch Apfelessig, am Gaumen sehr trocken, mit den Äpfeln kommen auch Korund sowie ein kleines Bitterchen mit, kernige Säure(n), kühler Tuffstein mit etwas Moos und leichtem Heferest. Der sehr lange Abgang ist geprägt von den korundigen Äpfeln, im Finale bleiben einige verschiedene, animierende Bitterchen sowie etwas Rauch übrig.

Nach wie vor ein sehr gelungener, knalltrockener, halboranger PétNat mit schöner Gerbstoffspur. Hat auch den meisten eher ungeübten Mittrinkern ganz gut gefallen, in jedem Fall führten die Perlen zu Erstaunen, wie Blubberwasser auch schmecken kann.

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 08. Juni 2019:

Ich habe bei einem meiner Händler am Freitag u.a. noch ein paar Flaschen für eine ausstehende Geburtstagsfeier (nicht meine) besorgt, dabei ist mir beim Stöbern in der aktuellen Preisliste noch folgendes Blubberwasser aufgefallen, welches ich auch gleich mitgenommen habe:

2016er [Cuvée] – Perlen vor die Säue – Deutscher Schaumwein, Weinreich, Rheinhessen

Bei solch schmissigen Namen bin ich ja häufig eher skeptisch, mit diesem Gut bzw. deren Weinen habe ich aber durchaus schon schöne und vor allem auch interessante Erfahrungen gemacht. Dies hier ist ein PétNat aus maischevergorenem Riesling und Silvaner, noch gärend und unfiltriert in die Flasche gefüllt.

Im Glas eine etwas urinös anmutende Farbe mit leichter Trübung, feine, durchaus beständige Perlage, in der Nase „cidrig“ mit frischen mürben Äpfeln, ganz leicht Quitte, ein Hauch herber, weißer Rauch. Am Gaumen knochentrocken, die Cidre-Frucht plus einem bißchen Kumquat hier in der zweiten Reihe, vorn d’ran ist ein Mix aus Gerbstoffen, leicht zementigen Steinen, wieder leicht rauchig, fast etwas räucherspeckig, recht straffe Säureseite, leicht adstringierend. Der schön lange Abgang ist sehr herb-staubtrocken mineralisch, die gerbstoffige Frucht ist auch hier klar in der zweiten Reihe, setzt aber dennoch deutliche Akzente.

Supertrockener, sehr mineralischer herb-gegerbter Schäumer mit sehr eigener, aber hoch animierender Textur; muß man mögen. Aber wenn man’s mag, dann richtig…

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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