Renommée-Pusher

Heute ein weiteres Fläschchen des Probierpakets, welches ich anläßlich des Schloss Schönberg-WRINT Podcasts bestellt habe. Die Flaschen der Online-Weinprobe sind noch unberührt, ledglich der PétNat wurde bis jetzt mit deutlichem Erfolg verkostet, nun der erste Stillwein:

2017er Riesling – Auerbacher – trocken – QbA, Schloss Schönberg, Hessische Bergstraße

Farblich ein leicht trübes und helleres Messinggelb, riecht anfangs eher verhalten grünlich reduktiv, mit ein bißchen Anlauf dann deutlich anfermentierte Zitrusschalen sowie weißer Rauch und ein Hauch sehr sekundärer Dosenpfirsich. Schmeckt dann grünlich-reduziert-frisch mit deutlicher, leicht bitterer Gerbstofffracht, fruchtigerseits auch hier stark reduziert auf der etwas grüneren Steinobstseite unterwegs, recht potente Säure mit leichtem Creme-Schleier, das Ganze auf einem Mineralschlammbett unterwegs. Beim recht langen Abgang schlägt der leicht herb-bittere Essigbaum am meisten durch, im Finale beißt sich etwas saures Lakritz auf höchst angenehme Weise über mehrere Minuten fest.

Von der Mineralik und dem gekonnt-dezentem, aber prägenden, eher grünlichen Holzausbau her ein sehr eigenwilliger Riesling mit burgundischen Anklängen, der einerseits nicht kompliziert daher kommt, aber vom Verkoster schon fordert, daß er über den üblichen Riesling-Tellerrand hinausschauen kann. Sehr gut geeignet, um das nach meiner Wahrnehmung eher gar nicht vorhandene Renommée der Hessischen Bergstraße deutlich anzuheben.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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