Birnensprudel – Relaunch

Vorgestern gab’s noch eine kleine Grillerei, anläßlich derer wir ziemlich genau ein Jahr nach der letzten Begegnung wieder ein Fläschchen des

2018er [Solaris] – Zero Infinito – Vino bianco frizzante, Pojer e Sandri, Trentino

zum Einstieg geöffnet haben. Mal sehen, wie dieser Birnensprudel sich so entwickelt hat:

Nach dem mehrmaligen Kopfüber-Drehen der Flasche wieder ein supertrübes helles Ockergelb, riecht in erster Linie nach einem Mix aus mostigen Birnen und ein paar Äpfeln sowie etwas Kreide. Am Gaumen geht’s so weiter, das Ganze ist supertrocken, aber mit einiger Fruchtsüße ausgestattet, wodurch einerseits keine Kargheit aufkommt, andererseits aber auch keinerlei Breitenwirkung entsteht, die Säure ist entsprechend frisch-knackig, dazu eine flaumige Hefe- / Kalkbasis. Abgangsmäßig hat man recht lang was davon, im Finale eine belebende Limette mit Bitterchen.

Ist wie Birnen- / Apfelsaft mit weinigem Touch und ohne Restsüße, hocherfrischend und durch den Heferest auch recht geschmeidig auf der herben Seite. Getan hat sich gar nicht so wahnsinnig viel, vielleicht eine etwas höhere Betonung der nicht-birnigen Frucht, nach wie vor ein super Zeuch!

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 18. August 2019:

Von Pojer e Sandri aus dem Trentino hatte ich bereits sehr schöne Sachen im Glas; nachdem ein guter Bekannter mich gefragt hat, ob er mir von dort was mitbringen soll, habe ich u.a. auch den

2018er [Solaris] – Zero Infinito – Vino bianco frizzante, Pojer e Sandri, Trentino

geordert -vielen Dank auch an dieser Stelle für den Lieferservice!-, von dem wir heute bei über 30 Grädern eine Flasche auf einem Tretboot auf dem Ammersee „entkront“ haben:

20190818-193033

Im Glas eine trübe und absolut blickdichte sowie mit Heferückständen durchsetzte, hell ockergelbe Flüssigkeit, deutliche und feine Blasenbildung mit hoher Beständigkeit. Geruchlich herrscht klar eine herbe Williamsbirne vor, leicht schlägt auch die Hefe durch. Geschmacklich zeigt sich der Birnenkorb etwas differenzierter, etwas apfeliges kommt auch dazu, die Säuren sorgen für erhebliche Frische, wobei der Blubber im Mund einerseits fein, aber auch sehr belebend wirkt; ein kleines, herbes Steinbett ist ebenfalls frischefördernd. Der recht lange Nachhall ist ebenfalls prickelig-frisch, die Fruchtseite wirkt trotz ihrer Intensität und der Birnensaftbetonung sehr belebend jenseits jeglicher Plakativität.

Beim letzten Jahrgang habe ich geschrieben: „Sehr eigenständiger Frizzante, erinnert an Naturapfelsaft mit spritziger Weinigkeit und Mineralik.“; das gilt auch für diesen Jahrgang, nur daß nun die Birne etwas mehr vorn dran steht.

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25

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