Pinot „blanche“ vom Schwäbischen Meer – Relaunch

Hier wieder mal was, von dem ich dachte, daß man es so langsam besser wegtrinkt, auch wenn die letzte Begegnung noch recht großartig war:

2014er Pinot noir – Meersburger Sängerhalde – »Inspiration Blanc« – Blanc de Noirs – trocken – Qw, Aufricht, Bodensee

Im Glas ein deutliches Goldgelb mit leichtem Rottouch, riecht nach leicht sekundärer, samtiger Frucht aus der Birnen- und Kaktusfeigenecke, leicht weiße Johannisbeeren, dezent auch was Nussiges. Schmeckt nach eleganter, ganz leicht angecremter Frucht, dazu was ganz leicht Mandeliges, aber auch ein Hauch grüne Walnuß, die Säure ist auch eher eleganzgeprägt, aber beileibe nicht schwachbrüstig, steinseitig eher auf der erdigen Seite daheim. Der Abgang ist dann der kräuterigste und salzigste Teil des Genusses, eigentlich das Highlight jeden Schlucks.

Dieser BdN zeigt sich immer noch in sehr guter Form, seinen Zenit hat er nun allerdings hinter sich und ich denke nicht, daß da noch mal eine Aufwärtskurve kommt; besser jetzt trinken, macht aktuell noch einigen Spaß.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 24. Februar 2019:

Zur gestrigen Spezialitätenvernichtung gab’s als zweiten Wein den

2014er Pinot noir – Meersburger Sängerhalde – »Inspiration Blanc« – Blanc de Noirs – trocken – Qw, Aufricht, Bodensee

Die Farbe ist ein schönes, sehr weiß gekeltertes Goldgelb ohne jeglichen Rotstich, in der Nase leicht specksteinige, reduktive Früchte wie Kaktusfeige, Papaya und weiße Johannisbeeren, anfangs ganz leicht Wirsing, mit der Zeit wird das Ganze deutlich gelber und mit hellem Tabak ergänzt. Am Gaumen ist die Frucht ähnlich, es gibt aber zusätzlich Physalis und später auch Aprikose, die Säure ist ordentlich, wirkt aber etwas distinguiert, dadurch leicht cremig; auch hier entwickelt sich innerhalb von gut 30 Minuten eine schöne Sekundäraromatik mit Tabak und Lederkragen. Der Abgang ist sehr lang, hier gibt’s den Tabak bereits recht früh mit etwas Anis im Vordergrund, die gelbe bis orange Frucht bleibt aber deutlich und läßt sich nicht die Butter vom Brot nehmen.

Dieser weiße Pinot noir mutet etwas burgundisch an, richtig schön ausgewogen ist er nach etwa einer halben Stunde, wer mag, kann den Wein vorher karaffieren, aber die geschmackliche Entwicklung ist auch sehr interessant. Deshalb lasse ich eigentlich auch solche Weine sich lieber im Glas entwickeln.

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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