Pech und Schwefel zu Weihnachten

Nach dem weihnachtlichen Einstieg mit einer Kirschbrause mußte auch noch was vom diametral entgegengesetzten Ende der Fruchtigkeitsskala auf den Tisch:

[2019er] [Spätburgunder] – Piu Piu – Petnat – Landwein der Mosel, Fio Wein, Mosel

Im Glas eine Mischung aus hellem Ziegelrot und Apricot, welches von Glas zu Glas trüber wird, mäßiger, feiner, aber nachhaltiger Blubber, riecht intensiv nach Schwefel, Zündplättchen, verbranntem Bakelit und Räucherofen sowie einer kleinen Teermaschine, dahinter ansatzweise etwas Rotfrucht erahnbar. Am Gaumen setzt sich das so fort, hier ist etwas mehr Frucht in Form von sehr frischem Kirsch- und Pflaumenkompott vernehmbar, die Mineralik übernimmt aber auch hier klar die Pole; die Säure ist frisch und pur, mit etwas Luft zeigt sich noch ein bißchen Beifuß. Der sehr lang hallende Nachhall ist dann wieder quasi fruchtfrei, hier ein Potpourri aus Rauch und Schwefeldampf, Straßenbaustelle und Fehlfunktion in den elektrischen Anlagen.

Ein ziemlich kompromißlos mineralischer Pét Nat, dessen Einzelaromen zwar jeweils das Zeug zur Penetranz hätten, in ihrer Mischung und Konzentration aber ausschließlich animierend wirken. Großer Spaß! Jedoch nicht für alle…

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s