Low und knackig

Mein musikalischer Einstieg in 2021 fand nicht mit dem traditionellen Neujahrskonzert im ZDF statt, sondern ich hatte den Drang, mir mal wieder was von einem meiner Lieblingsbassisten anzuhören:

Jamaaladeen Tacuma – Dreamscape

Dieses Album wurde 1995 in Philadelphia aufgenommen und 1996 von DIW in Japan veröffentlicht, (legale) amerikanische oder europäische Pressungen gibt es meines Wissens nicht.

Nach einem schönen Bass-Solo geht’s hier für JT’s Verhältnisse dann recht druckvoll zu (Ausnahme: „Black Pearl“), fast könnte man meinen, er hätte sich für dieses Album ein bißchen an TM Stevens „Heavy Metal Funk“ orientiert und diesen mit ordentlich „No wave“ garniert, was sich auch z.B. durch die kurze Einschmuggelung des Themas von James Blood Ulmers „Baby Talk“ manifestiert. Einige Stücke wie „Sunk in the Funk“, „Love of my Life“ oder auch „Bass in ya Face“ gibt’s auf anderen Scheiben in komplett anderer Form, der Verbiegungsgrad ist teils ziemlich gewaltig und dennoch hören sich die Stücke nicht unbotmäßig verbogen an, sondern stehen für sich selbst. Gegen Ende der CD läßt der musikalische Druck etwas nach, was jedoch nicht heißt, daß den Musikern da die Luft ausgeht.

Nicht unbedingt das allerbeste von Jamaaladeens Alben, aber das, zu dem man am besten „abfunken“ kann…

Meine Wertung: 3 von 4

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