Exil-GV – Relaunch

Über 5 Jahre sind nun schon seit der Öffnung der ersten Flasche des

2014er Grüner Veltliner – Südtirol Eisacktaler DOC, Eisacktaler Kellerei, Südtirol

vergangen. Ob dieser Basis-14er überhaupt noch einigermaßen genußvoll trinkbar ist? Zumindest bei den Flaschen mit etwas höheren Weihen aus diesem in Südtirol nicht ganz einfachen Jahr hatte ich ja weitgehend Glück bei der Auswahl und mußte bisher eher wenige Abstriche machen. Mal schauen:

Farblich ein helleres Strohgelb, perlt trotz DIAM immer noch leicht. Nasal zeigt sich hellgelbe Frucht wie Kaktusfeige und Nektarine bzw. Pitahaya mit Ankündigung eines ordentlichen Extrakts sowie mit Luft einer weißen Pfefferspur. Geschmacklich bestätigt sich das Bukett weitgehend, ein Hauch Zitronenschale schwingt mit; die Säure hält den Extrakt gut im Zaum, hier auch ein Hauch Zitronengras  bzw. Lemon Pepper, steinseitig dann eher was aus der tuffigen Ecke. Der Abgang wird in erster Linie von der intensiven, leicht zitronengrasdotierten Frucht bestimmt, das Finale dann mehr von Pfeffer und „dicker Säure“.

Dieser Basis-GV hat sich ziemlich gut gehalten, er zeigt eigentlich keinerlei Schwächen, die Frucht ist potent, aber nicht zu primär, zeigt noch keine wirklichen Reifenoten. Ist jetzt eher erwachsen, hat sich aber einige kecke, fast ungestüme Kanten erhalten. Insgesamt (natürlich) alles Andere als ein großer Wein, aber auch fern jeder Belanglosigkeit, macht nachhaltig Freude, wenn man zum eher einfachen Essen was Handfesteres braucht.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 20. Juli 2015:

Neben der für Südtirol ebenfalls nicht ganz üblichen Rebsorte Sylvaner heute nun der

2014er Grüner Veltliner – Südtirol Eisacktaler DOC, Eisacktaler Kellerei, Südtirol

aus dem gleichen Stall.

Recht helles Strohgelb im Glas, noch leicht perlend. In der Nase recht kühl anmutende Fruchtaromen aus der Region grüner Apfel mit etwas Minze, das GV-typische Pfefferl ist auch dabei. Am Gaumen dann wirkt der GV im Gegensatz zu einem typischen Österreicher nicht ganz so trocken, damit wirken die Fruchtaromen hier etwas reifer als in der Nase. Neben den Äpfeln auch ein paar Limetten und Tamarinden, jedoch ohne unangenehme Bitternote. Die Säure ist durch den leicht erhöhten Restzucker etwas abgemildert (so fühlt es sich zumindest an), tut der Frische aber insgesamt durch die eher kühle Fruchtaromatik keinen Abbruch. Die 13,5 Umdrehungen fallen nicht besonders auf. Ein paar Steine, Kiesel etc. sind auch drin, spürt man vor allem beim schönen Abgang.

Der GV kann also auch in Südtirol was. Ist ja auch irgendwie fast Österreich. Bzw. war es ja auch mal vor gut 100 Jahren. Vor allem beeindruckt mich bei der Eisacktaler Kellerei die Qualität der Basisweine nachdrücklich, dies ist ja schon der dritte bemerkenswerte Vertreter dieser Reihe. Sehr gut geeignet für die aktuellen Temperaturen…

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3

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