Kalenderwein – Relaunch

Nach knapp vier Jahren nun mal wieder ein Sauvignon blanc der Brüder Gross, der mir seinerzeit schon recht gut gefallen hat, mal sehen, ob da mit der Reife noch was ging:

2013er Sauvignon blanc – Jakobi – trocken – Qw, Gross, Südsteiermark

Ein mittleres Strohgelb im Glas, nasal gibt’s flintgeschwängerte, sehr reduzierte Mirabellen und Jostabeeren sowie recht würzige, gerebelte Kräuter wie Basilikum und Thymian, mit Luft dann deutlich Kumquatzesten. Am Gaumen dominiert die würzig-kräuterige Seite, die Frucht hält sich sehr im Hintergrund, dazu eine recht lebendige Säure, die den Wein klar auf der beschwingten Seite hält; untendrunter eine klar kalkige Basis, auch hier brauchen die leicht kantigen, orangen Agrumen etwas Zeit zum Aufwachen. Der äußerst lange Abgang lebt ebenfalls von den Kräutern, hier kommt der Flint wieder etwas mehr ins Spiel, nach gut einer halben Stunde wird auch hier das Finale von Kumquat und Mandarine dominiert.

Ganz großartig angereifter SB, der seine prägnante Kräuterseite weit weg vom laut-grünen Sauvignon-Allerlei angesiedelt hat, wirkt nun aufgrund der lebendigen Säure und Zitrusfrucht leicht rieslingesk ohne dabei seine eigentliche Sorte zu verleugnen. Hat sich tatsächlich sehr schön weiterentwickelt, ich sollte mich dem Gut -das meiner Wahrnehmung nach etwas unter dem Radar schwebt- etwas intensiver widmen…

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 17. Mai 2017:

Heute mal ein Weinchen, dessen Etikett eine ganze Menge über die Weinwerdung aussagt, es ist nämlich unter Zuhilfenahme eines Bauernkalenders gestaltet, anhand dessem die wesentlichen Stationen des jeweiligen Jahrgangs abgelesen werden können. Wenn das Ganze dann auch noch schmeckt, finde ich das eine nette Idee:

2013er Sauvignon blanc – Jakobi – trocken – Qw, Gross, Südsteiermark

Die Farbe ist strohgelb mit leicht ockerfarbenem Einschlag. Geruchlich klar SB, aber -vor allem mit etwas Luft- zeigen sich neben den eher grünen Stachelbeeren sowie Estragon auch deutliche gelbe Komponenten wie Weinbergspfirsich und etwas Mandarinenschale. Am Gaumen ist die gelbe Seite noch präsenter, es kommen noch Kumquat und ganz leicht Braunwürze in Form von Muskat dazu. Die Säure ist frisch und elegant zugleich, der Extrakt hat keine Chance, sich zu sehr in die Breite zu entwickeln. Der Abgang währt erfreulich lange und betont die gelb-zitrische sowie die kräuterige Seite sehr schön.

Hier gefällt mir die farbliche Breite der Aromatik sehr schön, einerseits ist der Jakobi durchaus typisch, andererseits setzt er sich mit seiner gelb-braunwürzigen Seite schön von lauteren SB’s ab. Hier habe ich nichts zu meckern…

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25

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