low Müller

Angesichts der sich nun doch in Richtung meiner Wohlfühlzone entwickelnden Temperaturen -in erster Linie hervorgerufen durch einige Strahlungswärme- habe ich heute ein Weichen aufgemacht, welches hoffentlich ganz gut in dieses freitagnachmittägliche Setting paßt:

2016er Müller Thurgau – Weinberg Dolomiten IGT, Garlider, Südtirol

Farblich ein mittleres Strohgelb, riecht recht verhalten und / oder zart nach ein paar parfümfreien Blümchen sowie einer kleinen Kaktusfeige. Am Gaumen ist schon deutlich mehr geboten, hier zeigt sich neben der Kaktusfeige auch sowas wie Pitahaya auf einer Specksteinplatte, leicht angecremt bei moderater, aber passender Säure sowie einige unschuldige Gänseblümchen auf der Blumenseite. Der Abgang ist unerwartet lang und vor allem das Finale recht intensiv sowie leicht wärmend, was ich jedoch nicht den 11,5 Ampere zuschreibe; hier zeigt sich neben der stark reduzierten Frucht bzw. Floralik ein leichtes Leistungsschalter-Bitterchen von angenehmer Intensität.

Sehr stark reduzierter und -vor allem am Gaumen- doch nicht substanzloser MT, absolut kein Kracher, sondern eher ein leiserer, feiner Wein, der mit den Frühlings-Sonnenstrahlen und den noch verschämt herausschauenden Blütenknospen thematisch gut harmoniert, auch wenn er mit Luft gaumal noch etwas aufdreht. Schafft’s dennoch nicht ganz in meine Wiederbeschaffungsriege, ist so eine „Das Bessere ist der Feind des Guten“-Abwägung vor dem Bild eines vollen Kellers und des auch nicht so ganz günstigen Preises…

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 17 von 25

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