Cidre plus

Heute in der abendlichen Frühlingssonne wurde der Wunsch nach einem Cidre geäußert, dem habe ich mit folgendem Fläschchen entsprochen:

[2019er] Cuvée XVII – Châtaigne – Cidre, Kystin, Bretagne

Diesem Cidre wurde beim Einmaischen der Äpfel noch ein paar Kastanien hinzugefügt, wieviel weiß ich jedoch nicht, allerdings steht die „XVII“ für 17 Zutaten: 16 verschiedene Apfelsorten plus…

Im Glas ein helles Bernstein, mäßiger, aber beständiger Blubber, riecht nach Weizen, getrockneten Apfelringen und tatsächlich auch etwas Kastanie sowie ein bißchen Treber. Am Gaumen dann eine recht deutliche Gerbstofffracht mit etwas trockener Süße, die Äpfel sind sehr mürbe und ebenso reduziert, etwas herbe Hefe, von den Kastanien ein Hauch Mehligkeit, welche aufgrund der gut strukturierten Säure jedoch kein Unheil anrichtet. Der sehr lange Abgang ist der (extrakt-) süßeste Teil, die Frucht bringt hier auch einen leichten Aprikosentouch mit, wieder sehr herb-gerbstoffig.

Ganz großartiger und eigenwilliger Cidre, der sich nicht nur aufgrund des Kastanienanteils stilistisch deutlich absetzt, sondern auch hinsichtlich seiner Säure- und Gerbstoffstruktur qualitativ hinter besseren Traubenschäumern nicht zurücksteht, eher im Gegenteil…

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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