Chardonnay in gelb-grün

Zum Ostermontag habe ich mir für uns mal wieder einen französischen Probierwein eingebildet, den ich vor einiger Zeit vor Ort nebst einigen weiteren Testfläschchen in den Kofferraum geladen habe:

2016er [Chardonnay] – [Chenôve] Clos du Roy – blanc – Marsannay AC, Domaine Jean Fournier, Bourgogne

Farblich ein helleres Goldgelb, nasal zeigt sich ein bißchen Babybananensoufflee und sowas wie Nashi-Birne in leicht reduziert-reduktiver Form, dezent Korkmehl (unkontaminiert!). Geschmacklich zeigt sich der Chardonnay gleich von seiner essigbaumgrünen Seite, jedoch in eher zurückhaltender, wenn auch prägender Form, was sich assoziativ bei mir als eine Art „gelbes Holz“ darstellt; die Säure ist vornehm und bestimmt zugleich, hier drängt sich mir als farbliche Einordnung „gelb-grün“ auf, mit der rostig-erdigen Steinseite kommt auch ein kleines Bitterchen mit. Der schön lange Abgang bläst ins gleiche farbliche Horn und transportiert die distinguierte Frische bis ins zwar nicht übermäßig intensive, dafür aber mehrminütige Finale.

Dieser Chardonnay ist so in etwa auf einem 2/3-Weg zwischen den etwas opulenteren Klassikern und den deutlich(er) reduktiven Vertretern, wie sie vor allem bei den eher naturweinigen Sachen heimisch sind. Ich will jetzt nicht bekritteln, daß sich der Wein nicht entscheiden könnte, wo er denn nun hin will, tatsächlich fehlt mir aber für eine höhere Bewertung ein bißchen was in jede Richtung…

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 18 von 25

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