Fort-geschrittener Silvaner

Heute schien es passend, mal bei der Schäffer-Probierkiste weiterzumachen:

2014er Silvaner – Escherndorf – trocken – Ortswein, Schäffer, Franken

Mit einer satten Bernsteinfarbe sorgt der Wein gleich beim Einschenken für eine ordentliche Überraschung, riecht dann auch deutlich oxidiert nach entsprechendem Steinobst, leichter Anflug von Sherry. Am Gaumen ist die Oxy-Frucht durchaus noch am Leben und zeigt kein störendes Beiwerk, wirkt aber insgesamt eben doch wie ein Wein, der schon einige Jahre „drüber“ ist, sich dafür aber auch aufgrund der agilen Säure noch recht wacker schlägt. Auch der Abgang zuckt noch ganz gut, hier machen sich jedoch schon ein paar braunkräuterige Bitterchen bemerkbar.

Gerade von einem 2014er Kaltjahr-Silvaner hätte ich nicht erwartet, daß er für sein Alter schon so extrem fortgeschritten ist, noch dazu wenn die Flasche verschraubt ist bzw. war. Wenn der Wein 30 Jahre alt und verkorkt gewesen wäre, hätte ich meinen nicht vorhandenen Hut gezückt, so finde ich es in erster Linie schade, zumal der Wein auch noch ab Hof verkauft wird. Kann man zwar noch beschwerdefrei als „interessant“ einstufen, mehr aber auch nicht. Die Flasche wurde auch nicht leer, wir haben dann mit einem schon seit zwei Tagen offenen Rheingau-Riesling erfolgreich weitergemacht…

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 14 von 25

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