…wenn die Sonne leise zuckt…

Kaum daß sich die Sonne wieder mal zeigt und es zumindest im Strahlwärmebereich schön warm ist (Lufttemperatur gerade mal 14 Gräder – uaaahhh!), werde ich mit hoher Vorhersehbarkeit genötigt, einen weiteren Probanden aus dem normannischen Cidre-Paket zu öffnen. Et voilà:

oj Brut – Cidre, Le Père Jules, Normandie

Im Glas ein sattes und leicht trübes Orangegelb, recht deutlicher und kaum nachlassender, dabei ziemlich feiner Blubber mit Ausdauer. Riecht nach ledrigen, gelben und gerbstoffbeladenen Äpfeln, dezent ein bißchen Obst- und Gemüsekeller, aber kein muffiger. Schmeckt dann amtlich nach dichten, sekundären Äpfeln, die Gerbstoffe sorgen für einen Hauch Adstringenz, trotz ordentlich Extrakt komplett trockene Anmutung, die Säure ist eher moderat ausgeprägt, dennoch hoher Flutschfaktor, lehmig-gelbsalzige Unterlage. Der sich im Mehrminutenbereich abwickelnde Nachhall bringt auch deutlich Hopfen ins Spiel, trotz (oder gerade wegen?) der leicht dehydrierenden Wirkung hochanimierend.

Das ist nun einer der günstigeren Cidres aus unserem Probierpaket, ist vielleicht etwas weniger komplex als die teureren Exemplare, aber die Struktur hinsichtlich Balance von Extrakt, Gerbstoffen und eher zurückhaltender Säure ist für mich quasi perfekt. Großer Spaß!

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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