Rosa und beerenfrei

Im südlichen Bereich Kroatiens auf der Halbinsel Pelješac angekommen, war uns angesichts der mittlerweile schon ungewohnten Temperaturen von plusminus 25 Grädern nicht nach einem der ortsüblichen Dingač oder Plavac, sondern wir haben stattdessen erneut ein Schaumgetränk von Tomac geöffnet:

(2021er) [Pinot crni] – Rosé – brut – Vrhunsko pjenušavo Vino – ZOI Plešivica, Tomac, Plešivica

Im Glas zeigt sich ein helleres Lachsrosa, mittelfeine und mittelintensive Perlage mit hoher Ausdauer. Riecht nach Grapefruit mit etwas braunem Klebezucker (also nur dieses leicht malzige Aroma), ein Hauch Klementine noch. Am Gaumen merkt man die brut-konforme Restsüße ganz leicht, Agrumen und Säure halten aber gut dagegen, insgesamt bleibt dieser Rosé aber auf der etwas geschmeidig-eleganteren Seite; ein samtiges Kalkbettchen dient als Unterlage. Der recht lange Abgang ist dann wieder von der soften, jedoch nicht beliebigen Grapefruit geprägt, das Finale überläßt dann aber den Säuren freien Lauf, hier befindet sich der Frischezenit.

Auch wenn dieser rosa Schäumer für meinen Geschmack noch ein klein bißchen „bruter“ sein könnte, ist das ein aus meiner Sicht sehr gelungener Rosé-Blubber, da er jedwede Beerenaromatik konsequent vermeidet und in erster Linie auf die frischespendende Agrumenseite setzt. Der Spagat zwischen Ausgewogenheit und Frische ist hier aus meiner Sicht durchaus gekonnt, vor allem hat der Sekt nichts, aber auch gar nichts Plakatives an sich.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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