Leichter Dicker

Heute mußte wieder einer unserer Kroatien-Urlaubs-Probanden dran glauben, diesmal aus einer Region, in der wir auf unserer Tour gar nicht waren, nämlich aus Slawonien:

2019er Graševina – Hrnjevac – Vallis Aurea – [suho] – ZOI Vinogorje Kutjevo, Adžić, Slavonija

Graševina ist übrigens der kroatische Name für Welschriesling…

Farblich ein mittleres Strohgelb, riecht ein bißchen mastig nach Kaktusfeigensirup und Weißer Pfirsich-Saft, jedoch nicht zu primär. Am Gaumen ist die Fruchtseite auch recht viskos, trotz eher moderater Säure fließt der Wein aber doch recht gut, wirkt sogar fast leicht trotz der immerhin 14 Umdrehungen. Der Abgang ist sehr lang bemessen, auch hier die dichte, leicht ölige Fruchtseite mit leichtem Kreidecoating, im Finale taucht dann noch ein Mini-Pfefferl auf.

Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen so dicken Welschriesling getrunken zu haben. Trotz der fortgeschrittenen Dichte läuft das Zeug erstaunlich gut runter, selbst das Sologlas führt nicht zur übermäßigen Sättigung. Es bleibt aber dennoch ein Ausnahmewein für uns, der zum Essen zwar gut paßte, aber dann doch nicht so ganz die Grundvorlieben trifft; für samtige Dickschiffliebhaber aber möglicherweise recht gut geeignet. Wenn’s in der Wachau Welschriesling-Smaragde gäbe, würden die wohl auch so ähnlich schmecken…

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 17 von 25

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