Kreta in orange

Als mir in einem der Weinläden, in denen wir uns mit den ganzen Urlaubsflaschen versorgt haben, die ganzen Kreter näher erläutert wurden, kam auch ein Wein zur Sprache, vor dem ich in gewisser Weise gewarnt wurde, denn: 15 Tage maischevergoren in einem 300 l-Tongefäß. Aber da mußte ich natürlich erst recht zuschlagen…

2020er [Vidiano] – Grifos – dry – PGI Crete, Silva – Daskalaki, Crete

Farblich ein leicht trübes Orangebraun, geruchlich gibt’s trockensüßlich Karamell, Rosinen, etwas Backapfel. Am Gaumen dann auch dieser extraktsüße Fruchtkaramellmix, dazu etwas Kahlua- sowie Rumaroma ohne Brandigkeit, trotz moderater Säure recht niederviskos, leicht kalkig-gerbstoffige Basis. Der ziemlich lange Abgang lebt von Kalkkaramell mit etwas ebensolchem Likör.

Das ist schon irgendwie eigenständig und durchaus auch gut, aber letztlich doch etwas eindimensional und somit greift hier für jemanden, der schon einiges an Orangem und / oder Naturigem im Glas hatte, die „das Bessere ist der Feind des Guten“-Regel, derzufolge ich hier nur einen höheren Einser zücken kann.

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 18 von 25

2 comments on “Kreta in orange

    • …wir hatten ja einen Vidiano von ihr im Glas, der zwar soweit ganz gut war, aber doch ziemlich ambitioniert bepreist. Vielleicht ist das PLV bei anderen Sachen von ihr attraktiver oder man müßte der Flasche einfach mehr Reife gönnen, aber zu den absoluten Lieblingen gehörte unser Proband nicht. Heute Abend gibt’s noch was -hoffentlich- Nettes, dann geht’s wieder heim…

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