Es geht in die richtige Richtung…

So, heute geht’s weiter mit der 21er Testreihe, diesmal in Form einer Ersten Lage, also schon ein Stück weiter oben in der Qualitätshierarchie (an die GG’s kommt man ja als Normalsterblicher eh erst in einem Monat ran…).

2021er Riesling – Großkarlbacher Burgweg – trocken – Erste Lage, Philipp Kuhn, Pfalz

Ein fast schon quietschiges Goldgelb im Glas, geruchsseitig gibt’s ordentlich Frucht mit Stein wie Mirabelle und Pfirsich, ansatzweise auch Kaki und Kaktusfeige, das Ganze noch recht primär, jedoch in keinster Weise kitschig oder plakativ. Schmeckt dann superfrisch aufgrund einer hochdosierten Agrumensäure, die Frucht wird dadurch stark auf die grünlich-frische Seite gezerrt, dazu gibt’s ein paar kühle, blaue Steinchen als Grundlage. Der schön lang hallende Nachhall ist ebenfalls geprägt von der animierenden Zitrusseite incl. leichtem Limettenbitterchen, welche die Non-Agrumen trotz ihrer jugendlichen Ungestümität souverän im Zaum hält.

Dieser Riesling ist säurestrukturmäßig schon klar meine Kragenweite, allerdings braucht er meiner Meinung nach noch eine Weile, um insbesondere im Obstbereich genügend weit vom Primären wegzukommen. Was ich vermisse, ist ein bißchen was aus der Flintecke, das würde diesem Frischling zusätzlich richtig gut zu Gesicht stehen. Ob da noch was kommt, wenn das Obst geht?

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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