Frühreifer Grieche – Relaunch

Heute mal wieder ein Weinchen, das bei mir in den letzten Jahren ein bißchen in Vergessenheit geraten ist:

2015er Malagouzia du Soleil – dry – PGI Serres, Nerantzi, Makedonia

Diesen Wein kannte ich schon von einem früheren Jahrgang, aus lauter Begeisterung darüber habe ich dann etwas später den 15er nachgekauft, der dann bei einer unserer Weinrunden als recht früh-reif und behäbig auffiel, „Premox“ wurde in der Runde gemutmaßt. Wie stellt sich das nun gut 4 Jahre später dar?

Im Glas erwartet uns ein leuchtendes Bernstein, geruchlich fühle ich mich als Erstes an weißen Port erinnert (auch wenn der letzte schon gefühlte 1.000 Jahre her ist), in mindestens 3-fach-konzentriert gibt’s hier Kastanienhonig mit Zesten von Kumquat sowie Aprikosenkompott, dazu ein bißchen Vanille und Nelke. Schmeckt dann erheblich viel frischer und klarer als es das Bukett vermuten läßt, die Säure ist höchst agil, hier eher heller Tabak und etwas Lakritz denn die oben genannten Gewürze. Der sehr lange Abgang offenbart dann noch ordentlich Salzmandeln neben dem ultratrockenen Fruchtkonzentrat.

Ich hab nach dem ersten Probeschluck essenstechnisch einfach mit Nüssen und Käse improvisiert, was sehr schön paßte; wie weißer Port halt. Ich weiß nicht, ob das alles bei der Weingestehung so gewollt war (ich denke eher nicht), aber das Ergebnis ist nunmehr schon sehr interessant und eigenständig, würde ich zum kurzfristigen Gebrauch glatt nochmal nachkaufen, wenn’s das noch gäbe!

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

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