Der Jahrgang macht’s

Den gestrigen Wein hatte ich schon mal als 2012er, damals war er mir bei aller Qualität der Aromatik aber doch ein bißchen zu opulent bzw. zu säurearm.

2016er Scheurebe – Stettener Stein – Vinz – Alte Reben – trocken – Qw, Weingut am Stein, Franken

Im Glas ein helleres Goldgelb, das Bukett zeigt sich von der intensiv-dunkelfruchtigen Seite mit Kaki, Physalis und Aprikose, garniert mit etwas grüner Pomeloschale, und Zitronengras, dazu ganz leicht Flint, etwas Sägewerk, ein Hauch Rosmarinhonig. Am Gaumen ist der deutliche Fruchtextrakt wieder mit ein paar grünen Sprengseln durchsetzt, die Säure wirkt als potenter Gegenpart, etwas weißen Pfeffer gibt’s auch, unten d’runter ein schönes herbes, leicht blaues Kalkbett. Der Nachhall hallt ordentlich lang und präsentiert die durch die Säure auf der knackigen Seite gehaltene Gelbfrucht mit ein bißchen Pfeffer-Kohlensäure-Bizzel nebst einiger herber Beigaben aus der Stein- sowie Kräuterecke, irgendwann gibt’s im Finale auch noch sauren Torf.

Die ziemliche Dichte dieser Scheurebe führt zu dem Gedanken, daß da gut 14 PS im Spiel sein könnten, sind aber gerade mal schlanke 12,5 Umdrehungen. Im Gegensatz zum oben verlinkten 12er ist dieser Jahrgang mit einer vorbildlichen Säure ausgestattet, die alles schön auf der niederviskosen Seite hält. Auch die ganzen Aromagruppen wie Frucht, Holz, Steine, Kräuter sind sehr schön im Gleichgewicht und streiten sich nicht um die Plätze. Super Zeuch!

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

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